Geboren 1961 in Waidring/ Tirol, beginnt er nach einer Tischlerlehre ein
Studium an der Freien Akademie Innsbruck und an der Internationalen Sommerakademie
in Salzburg.
Er studiert von 1982 bis 1985 an der Akademie der Bildenden Künste in München
bei Prof. Olaf Metzel (Diplom)
Helmut Hinterseer lebt und arbeitet in München.
Der Tiroler Bildhauer Helmut Hinterseer ist am Fuße der Loferer Steinberge aufgewachsen.
Je weiter er sich vom Gebirge entfernt hat, desto stärker bewegt ihn das Thema Fels, vor
allem dessen Struktur. Skizzen, Zeichnungen und Gemälde zeugen von stetiger
Annäherung. Doch was vordergründig wie Naturstudien wirkt, ist Resultat eines
bildhauerisch-zeichnerischen Prozesses, der sich seine Vorgaben selber schafft. Hinterseer
hat Steine, die ihm am Wegesrand ins Auge sprangen, aufgesammelt und in Beton gefaßt.
So betont er Struktur und Schroffheit, kleinere Brocken werden zu steilen Wänden.
Hinterseers "Felsen" sind eigenständiges bildhauerisches Werk und zugleich stehen sie
Modell für Zeichnungen, wie die Serie Archeon.
Weich und leicht, ganz dem organischen Ursprung seines Materials angepaßt, sind
Hinterseers Arbeiten aus Holz, die Serie Helikon: Äste gebogen und gewoben zu
elastischen Figuren, belebt und scheinbar in Bewegung gesetzt durch zarte Segel.
In Hinterseers neuesten Arbeiten offenbart sich Beton als der Werkstoff, der überzeugend eine Synthese zwischen scharf konturierter Härte und fließender Weichheit leistet: aus dem Zentrum einer Halbplastik mäandert eine amorphe Figur, eine Versteinerung urzeitlichen Lebens, herausbrechend aus kantigen Platten. Bei diesem Halbrelief zeigt sich die unmittelbare Kraft, die von Hinterseers bildhauerischen Arbeiten ausgeht: sie brauchen Raum und sie schaffen Raum.