Stephan Fritsch, geboren 1962 in Stuttgart, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Helmut Sturm, war von 1989 bis 1990 Meisterschüler, diplomierte 1990. Er war von 1996 bis 2002 Assistent für Malerei bei Prof. Jerry Zeniuk; während dieser Zeit Lehraufträge an der School of Art Institute, Chicago und Art Academy of Cincinnati.
"Malerei hat zu gleichen Teilen mit Fragen als auch mit Antworten zu tun - wobei es mir
erscheint, dass die Fragen meist interessanter, die Antworten zunehmend verwirrender
werden. Es gibt nicht mehr die EINE Sichtweise, die es in der Malerei zu verfolgen gilt, die
überzeugend für längere Zeit als zutreffend bezeichnet werden kann. Statt dessen
geschieht in der Malerei, wie in auch sonst in unserer globalisierten, vernetzten Welt alles
zeitgleich, oftmals scheinbar wertgleich.
Die Unterscheidungen werden also immer stärker auf jeden Einzelnen von uns verlagert -
wir sind es, die somit Antworten geben können, bzw. Sie , der Betrachter sind es -
nicht allein die Sichtweise des Malers ist entscheidend - vielmehr die Assoziationsfähigkeit,
-bereitschaft, -lust, des Betrachters. Die Bilder leben augenfällig von der Farbe. Dies
ermöglicht jedem einen unmittelbaren Zugang. Ohne großes Vorwissen, kann sich jeder
Betrachter dem Bild gegenüber aufstellen und zumindest die Frage für sich schnell
beantworten - spricht es mich an. Alles was es auf und in den Bildern zu entdecken gibt
wird mit dieser ersten "Begegnung" zu tun haben.
Die Bilder sind somit vom ersten Moment an auf eine sehr persönliche, unmittelbare
Beziehung angelegt.
Im Lauf der letzten 4 Jahre sind die Arbeiten insgesamt, farbiger, bewegter, die Formen
offener geworden. So können die Bilder zugleich in ihrer Farbigkeit an klassische abstrakte
Malerei, in ihrem Aufbau an Landschaften, und im Farbauftrag an Graffitimalerei erinnern.